Die Akzeptanz Des Kündigungsschutzes. Empirische Evidenz Aus Einer Repräsentativen Telefonumfrage**
Industrielle Beziehungen › Band 13 Nr. 2, April 2006
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Industrielle Beziehungen › Band 13 Nr. 2, April 2006
Angeknüpft als:Zusammenfassung
This paper analyses how far the German population accepts the current legal provisions for employment protection and which layoff selection criteria are preferred. The empirical evidence is based on a telephone survey, which was conducted in the summer of 2004 (n[asymptotically =]3000). The majority of the respondents are in favour of maintaining the status quo for employment protection. Union members and unemployed respondents prefer stronger employment protection. Moreover, the evidence indicates that the consideration of employer's interests is widely accepted by the German population. The selection criteria considered most fair by employees are in accordance with their tenure (seniority and equity principle) and their qualifications (efficiency and achievement principle).
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Auszug
Die Akzeptanz Des Kündigungsschutzes. Empirische Evidenz Aus Einer Repräsentativen Telefonumfrage**
1. Einleitung
Betriebsbedingte Kündigungen sind in Deutschland starken Restriktionen durch das Arbeitsrecht, insbesonderc durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG), unterworfen (OECD 2004). Beispielsweise beinhalten die Arbeitsgesetze Vorschriften zur Auswahl zu endassender Arbeitnehmcr. Der Kündigungsschutz wurde im Jahr 2004 durch den Gesetzgeber geändert, indem der betriebliche Schwellenwert für den Geltungsbereich des KSchG von fünf auf zehn Beschäftigte angehoben wurde, die Kriterien 2ur Sozialauswahl enger definiert wurden und erstmals eine Abfindungsoption eingeführt wurde (Jahn/Walwei 2004). Weitere Änderungen des Kündigungsschutzes sind geplant. Von einer Lockerung des Kündigungsschutzes wird meist eine positive Beschäftigungswirkung (Franz/Rüthers 1999) sowie eine Verbesserung der mikroökonomischen Flexibilität erwartet, die Grundlage fur Innovationen und Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft ist (Caballero et al. 2004). Jedoch kommen weder die ökonomische Theorie noch empirische Studien zu einem eindeutigen Ergebnis, was das Vorzeichen der gesamten Beschäftigungswirkung betrifft (z.B. Lazear 1990; Addison/ Teixeira 2003; Bonin 2004). Zwar könnte sich durch den Kündigungsschutz die Anzahl der Kündigungen reduzieren, aber ebenso könnte sich die Anzahl der Neueinstellungen verringern. Hieraus würde in einer guten konjunkturellen Situation weniger Beschäftigung und in einer schlechten konjunkturellen Situation mehr Beschäftigung entstehen als in einem Regime ohne Kündigungsschutz. Nickell und Layard (1999) flnden in einer länderübergreifenden Untersuchung empirische Evidenz dafür, dass der Künd...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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