Rationalität Betrieblicher Gesundheitsförderung in Der Unternehmenskommunikation. Eine Analyse von Begründungen Für Gesundheitsförderungsprogramme in Österreich**
Zeitschrift für Personalforschung › Band 23 Nr. 1, Januar 2009
Angeknüpft als:
Zeitschrift für Personalforschung › Band 23 Nr. 1, Januar 2009
Angeknüpft als:Zusammenfassung
The contemporary debate on corporate health care focuses on voluntary activities which usually involve additional costs for companies. Referring to the concept of rationalized myth in sociological new institutionalism this paper investigates rationales for corporate health care in the Austrian context. Based on a causal mapping analysis of accounts on health care purposes in project reports of 40 Austrian companies the study analyzes how companies rationalize their activities with accounts of employee health improvement, human resource management measures and organizational performance criteria. Findings reveal that while accounts on the improvement of employee health predominate, these goals are means for pursuing human resource management goals and organizational performance. This suggests an economic rationality in rationalizing corporate health care with the major reasoning being "healthy employees and motivation improve economic success". The study provides insights on the relevance and content of economic rationality in an emerging field of human resource management. Moreover it illustrates how the causal mapping technique can be useful for shedding light on different rationalities. [PUB ABSTRACT}
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Auszug
Rationalität Betrieblicher Gesundheitsförderung in Der Unternehmenskommunikation. Eine Analyse von Begründungen Für Gesundheitsförderungsprogramme in Österreich**
1. Einführung
Seit einigen Jahren widmet sich die Personalmanagementforschung verstärkt dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung (vgl. beispielsweise Badura/Hehlmann 2003; Böhnisch/Krennmair/Stummer 2006; Kuhn/Sommer 2004; Turck 2003; Wilkens 2007). Nach der vom Europäischen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung verabschiedeten Luxemburger Deklaration umfasst betriebliche Gesundheitsförderung "alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz" (ENWHP 1997, 1). Die unter Gesundheitsförderung subsumierten Maßnahmen reichen von Instrumenten der Arbeitszeitgestaltung über Betriebssport bis hin zu medizinischen Leistungen (für eine Systematisierung vgl. Brandi/ Kugler /von Eckardstein 2008). Gesundheitsförderung wird auf betrieblicher Ebene von unterschiedlichen Parteien getragen, wobei das Engagement der Betriebe einen hohen Stellenwert einnimmt. Zahlreiche Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung beruhen auf freiwilliger Initiative, zu der Betriebe nicht verpflichtet werden können und für die sie zusätzliche Kosten tragen. Für diese Maßnahmen geben Betriebe mehr Geld aus als für Weiterbildung (Turck 2003).Die aktuelle Literatur zur betrieblichen Gesundheitsförderung betont die Wichtigkeit ökonomischer Rationalität. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass Betriebe bei der Einführung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen abwägen, welchen wirtschaftlichen Nutzen ihre Aufwendungen für Gesundheitsförderung haben. Betriebe orientieren sich demzufolge bei der Bewertung von Gesundheitsförderung an Maßstäben wie beispielsweise eingesparten Kosten für krankheitsbedingte Arbeitsaus fälle, ihrer Wertschöpfung sowie ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Systematische Bewertungen finden Ausdruck in EFQM-Modellen (vgl. Zink/Thul 2006). Dieses Verständnis wird durch ökonomische Ansätze der Personalbewertung wie beispielsweise den Humankapitalansatz gestützt (vgl. Scholz/Stein/Bechtel 2004; Turck 200...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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