Zusammenfassung
Many internationally active nongovernmental organisations face a legitimacy deficit as the distance to those concerned by their actions is growing This article examines different approaches to solve this problem. The discourse theory of rights by Juergen Habermas serves as a red thread and discussion basis. It is according to the same theory that the suitability of the currently developing Codes of Conduct of Nongovernmental Organisations as a solution to the problem is discussed. It is made clear that in spite of the Codes of Conducts' great potential to provide legitimacy to Nongovernmental Organisations there are several shortcomings to be addressed. [PUB ABSTRACT]
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Auszug
Codes of Conduct: Ein Gütesiegel Für Die Legitimität von Ngos?* Eine Untersuchung Anhand Der Diskurstheorie Des Rechts von Jürgen Habermas
1. Einleitung
Ethische Grundfragen, wie die nach den Richtlinien für das richtige Handeln, begleiten die Menschheitsgeschichte bereits seit ihren Anfängen. Im Lauf der Jahrhunderte hat die Gesellschaft fortwährend versucht, sich Regeln zum friedlichen Zusammenleben zu schaffen. Aufgrund stets neuer Entwicklungen auf nationaler und globaler Ebene führt dieses Bestreben jedoch zu ständig neuen Fragestellungen. So spielte in der durch souveräne Nationalstaaten und deren Bürger bestimmten Welt seit dem Westfälischen Frieden die demokratisch entstandene und gesetzlich verankerte nationale Gesetzgebung eine wesentliche Rolle. Der demokratische Prozess, der hinter diesen Regeln steht, bildete zugleich die Antwort auf die Frage ihrer Legitimität.In der nunmehr stark durch die Globalisierung geprägten Welt gewinnen neben den Nationalstaaten und ihren Bürgern weitere Akteure wie supranationale Institutionen, multinationale Unternehmen, Nichtregierungs -Organisationen (NGOs) und Finanzintermediäre an Einflus s. Die Frage nach deren Legitimität und den Richtlinien ihres Handelns drängt sich daher in den Vordergrund der ethischen und politischen Diskussion (vgl. Brigaldino 2007).Die vorliegende Studie ver ortet NGOs anhand der Theorie moderner Gesellschaften von Jürgen Habermas als Akteure, die im Prozess gesellschaftlicher Entscheidungen einen zunehmend wichtigeren Stellenwert einnehmen und analysiert die Frage nach ihrer Legitimation. Bislang diskutierte Legitimationsargumente werden im Verlauf der Arbeit als nicht zutreffend eingestuft. Um einen möglichen Ansatz der Legitimierung von NGOs zu entwickeln, bedienen sich die Autorinnen daher einer weiteren Theorie nach Habermas: der Diskurstheorie des Rechts.Des Weiteren werden Verhaltenskodizes, Codes of Conducts, in diese Diskussion einbezogen, da sie aus dem Bestreben der NGOs, dem Vorwurf des Legitimationsdefizits en...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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