Commitment Freier Mitarbeiter: Erscheinungsformen Und Einflussmöglichkeiten Am Beispiel von It-Freelancern**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 20 Nr. 3, Juli 2006

Angeknüpft als:

Auszug


Commitment Freier Mitarbeiter: Erscheinungsformen Und Einflussmöglichkeiten Am Beispiel von It-Freelancern**

1. Einleitung

Der Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren erheblich an Dynamik gewonnen. Verbunden damit ist ein immer intensiverer Konkurrenzkampf, der Unternehmen dazu zwingt, effizient(er) zu agieren, Kosten zu reduzieren, Flexibilität zu gewinnen und sich auf besondere Kernkompetenzen zu konzentrieren. Die Ausgliederung von Aufgaben an Spezialisten, die diese Leistungen wirtschaftlicher erbringen können, ist eine logische Konsequenz dieser Entwicklung. Das führt zu tief greifenden Veränderungen in der Personalstruktur vieler Unternehmen: Wenn Aufgaben nicht mehr selbst wahrgenommen werden, sind Arbeitsplätze überflüssig und es kommt zu einer Trennung von fest angestellten Mitarbeitern. Werden ehemals durch Festangestellte erbrachte Leistungen nach wie vor benötigt, beschaffen Unternehmen sich diese am Markt. Als Folge kommt es zu einer temporären, projektbezogenen Kooperation von Unternehmen(seinheiten) und Individuen. Vor dem Hintergrund der skizzierten Entwicklung verwundert es nicht, dass in den letzten Jahren eine kontinuierliche Abkehr vom Normalarbeitsverhältnis eines dauerhaft durch Arbeitsvertrag an ein Unternehmen gebundenen Vollzeitmitarbeiters zu beobachten ist. An seine Stelle treten u. a. EinMann/Frau-Unternehmen, die sich in der Literatur unter verschiedenen Begriffen wie z. B. Ich-AG, Neue Selbstständige und Freie Mitarbeiter bzw. Freelancer finden (vgl. Moldaschl 2003, 95; Felfe et al. 2005).

Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdeutlichen, dass rund zwei Fünftel aller Erwerbstätigen nicht (mehr) in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt sind (vgl. Hoffmann/Walwei 2002; auch Martin/Nienhüser 2002, 2-3); die Zahl der Freelancer wird in Deutschland auf rund zwei Millionen geschätzt, wobei die Tendenz steigend ist (vgl. Mayrhofer/Meyer 2002, 600; Moldaschl 2003, 109). Allerdings ist der Begriff des Freelancers bisher weder im Sozialrecht noch in der Betriebswirtschaftslehre ausreichend definiert (vgl. Hohmeister/Goretzki 2000, 32). Seine übliche Verwendung in der Praxis kann daher Überschneidungen mit anderen Formen neuer Selbstständigkeit aufweisen. In der Unternehmenspraxis werden Personen als Freelancer bezeichnet, die persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig geistig-ideelle Leistungen für ihre Auftraggeber (Unternehmen oder andere Individuen) erbringen (vgl. Freelancerverband ...

Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes

Geförderte Links




ver las páginas en versión mobile | web

ver las páginas en versión mobile | web

© Copyright 2012, vLex. Alle Rechte vorbehalten.

vLex-Inhalte Deutschland

vLex durchsuchen

Für Berufstätige

Für Mitglieder

Unternehmen