Determinanten Betrieblicher Innovation: Partizipation von Beschäftigten Als Vernachlässigter Einflussfaktor**

Industrielle BeziehungenBand 14 Nr. 3, Juli 2007

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Zusammenfassung


The small number of recent empirical studies that have dealt with the correlation between employee participation and success in entrepreneurial innovation fail to show any uniform results. This is due, on the one hand, to differences in the definitions of participation used, and on the other, to the diversity of the research methods. This paper is based on a broad definition of participation, which includes both co-determination, participative job design and knowledge management, and studies a representative sample of Northern Hessian firms (N=1.781, n=529) to see whether participation determines innovation. The results show that co-determination has neither positive nor negative effects on the innovation activities of the firms.

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Auszug


Determinanten Betrieblicher Innovation: Partizipation von Beschäftigten Als Vernachlässigter Einflussfaktor**

1. Einleitung

Die Determinanten unternehmerischer Produkt- und Prozessinnovationen sind Gegenstand einer dynamisch anwachsenden Zahl empirischer Untersuchungen. Die identifizierten Einflussfaktoren lassen sich vier Kategorien zuordnen: (i) formale Merkmale wie Unternehmensgröße und -alter oder Branchenzugehörigkeit; (ii) Innovationsressourcen wie Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE), Ausgaben für Weiterbildung, die Akademikerquote oder Lizenzindikatoren; (iii) interne Organisationsformen und Strukturen wie Innovationsteams, Promotorenmodelle und Führungssysteme; (iv) Umwelteinflüsse aufgrund von Innovationskooperationen, Standortfaktoren und rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Forschungsstand in diesen vier Bereichen ist unterschiedlich weit fortgeschritten.

Für die Kategorie der formalen Merkmale liegen die meisten und besonders detaillierte Untersuchungsergebnisse vor (Utterback/Abernathy 1975; Kleinknecht 1987; Acs/Audretsch 1988; Galende und de la Fuente 2002). Das größte Problem dieser Kategorie stellt der hohe Aggregationsgrad der Indikatoren dar. Vielfach messen sie im Sinne einer Catch-All-Variable ein ganzes Bündel von Unternehmensmerkmalen. Dabei bleibt ungeklärt, welche Determinanten letztendlich den Innovationserfolg begünstigen. Bestes Beispiel ist die Unternehmensgröße, die für sich genommen in aller Regel einen stark positiven Zusammenhang mit der Innovationstätigkeit eines Unternehmens aufweist. 1 Werden weitere Determinanten wie z. B. der Anteil der FuE-Ausgaben am Umsatz einbezogen, reduziert sich der direkte Einfluss der Betriebsgröße erheblich (Grupp et al. 1988; Harhoff 2005). Forschungsbedarf besteht folglich hinsichtlich der Wirkungskanäle, durch welche formale Unternehmensmerkmale die Innovationstätigkeit beeinflussen, d. h. bei der inhaltlichen Verknüpfung formaler Merkmale mit den drei weiteren eingangs angeführten Kategorien.

Dabei fällt auf, dass interne Organisationsformen und Strukturen bisher vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit erfahren haben. Sowohl die Bedeutung betrieblicher Innovationsressourcen als ...

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