Determinanten Betrieblicher Zusatzleistungen**
Industrielle Beziehungen › Band 12 Nr. 4, Oktober 2005
Angeknüpft als:
Industrielle Beziehungen › Band 12 Nr. 4, Oktober 2005
Angeknüpft als:Zusammenfassung
The precise motives for granting fringe benefits are still not resolved. This article investigates existing theories using the IAB-Establishment Panel Data for the year 2000. Several different types of fringe benefits are analyzed both separately and together. The estimation results show that bargaining theories as well as incentive theories play an important role in explaining the existence of fringe benefits. There is no evidence for the substitution of wages by fringe benefits. Likewise, employee benefits do not seem to be granted with the aim of enhancing a firm's competitive position.
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Auszug
Determinanten Betrieblicher Zusatzleistungen**
1. Einleitung
Warum gewähren Arbeitgeber neben dem Arbeitsentgelt zusätzliche Leistungen, wie z.B. Mitarbeiterbeteiligung, betriebliche Altersvorsorge, Sonderzahlungen sowie Natural-, Sach- und Dienstleistungen? Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft seit geraumer Zeit. Es existieren zahlreiche wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze über die Motive der Arbeitgeber und über die Rolle betrieblicher Zusatzleistungen in der Arbeitswelt. Bis heute konnte allerdings keine abschließende Klärung erreicht werden. Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Diskussion über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme, insbesondere der Alterssicherung, rücken betriebliche Zusatzleistungen verstärkt in den Blickpunkt des Interesses. Hinzu kommt, dass aufgrund der angespannten Wirtschaftslage viele Unternehmen ihre betrieblichen Zusatzleistungen auf den Prüfstand stellen. Man denke nur an die Kürzungen der Betriebsrenten bei Commerzbank und Gerling zu Beginn des Jahres 2004 und die öffentliche Reaktion darauf (FAZ vom 10.01.2004: 12). Auch in Anbetracht der Klagen über zu hohe Lohnnebenkosten und die dadurch eingeschränkte internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen erscheint gerade in Deutschland die Frage nach den Arbeitgebermotiven für die Gewährung zusätzlicher Leistungen interessanter denn je.Die vorliegende Arbeit versucht die existierenden Theorien empirisch auf ihren Erklärungsgehalt zu überprüfen. Damit soil ein weiterer Beitrag zur Klärung der sich teilweise widersprechenden Ergebnisse anderer Autoren geleistet werden. Als Datenbasis dient die Arbeitgeberbefragung des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2000. Damit wird ein Vorschlag von Bellmann und Möller aufgegriffen, die Rolle betrieblicher Zusatzleistungen in Deutschland mithilfe des IAB-Betriebspanels genauer empirisch zu untersuchen (Bellmann/Möller 2001: 557). Die Arbeit gliedert sich in sechs Abschnitte. Zunächst werden theoretische Erklärungsansätze für die Gewährung betrieblicher Zusatzleistungen vorgestellt, woraus anschließend empirisch testbare Hypothesen abgeleitet werden. Es folgt ein kurzer Überblick über die bestehende empirische Literatur. In der Folge werden zunächst einige deskriptive Befunde und anschließend eigene Schätzergebnisse präsentiert. Der Beitrag wird durch ein kurzes Fazit abgerundet.2. Theoretische Erklärungsansätze zur Bereitstellung betrieblicher ZusatzleistungenDie Literatur birgt eine Vielzahl unterschiedlicher Systematisierungen für die vorherrschenden Erklärungsansätze. Gneveckow (1982: 29 f.) beispielsweise unterscheidet nach verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Andere Autoren wählen eine an den Arbeitgebermotiven ausgerichtete Unterscheidung. Reichwein (1965: 78 f.), einer der meist zitierten Aut...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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