Zwischen Engagement Und Innerer Kündigung - Arbeitsemotionen Im Prozess Fortschreitenden Personalabbaus**
Industrielle Beziehungen › Band 11 Nr. 4, Oktober 2004
Angeknüpft als:
Industrielle Beziehungen › Band 11 Nr. 4, Oktober 2004
Angeknüpft als:Zusammenfassung
This article presents preliminary results of an empirical research project promoted by the "Hans-Böckler-Foundation". The project compares the impact of continuous downsizing processes on emotions in the workplace and psychological contracts in three German companies in different industries, with different growth and co-determination structures. Downsizing, whether by compulsory or by voluntary redundancies based on compensation or early retirement causes psychic burdens and stress. Nevertheless the emotions in the workplace vary according to the level of workplace rights. Moreover these emotions are influenced by the employees' willingness to fight for their interests and by their perceived opportunities on the external labor market. How employees respond to downsizing and simultaneous restructuring depends among other things on the rules and procedures negotiated between employee representatives and management.
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Auszug
Zwischen Engagement Und Innerer Kündigung - Arbeitsemotionen Im Prozess Fortschreitenden Personalabbaus**
Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Betriebsräte sind in den letzten Jahren zunehmend mit "Downsizing" konfrontiert worden. Bei der täglichen Zeitungslektüre sind Nachrichten über Personalabbau nichts Besonderes mehr. Sie beinhalten in erster Linie die harten ökonomischen Daten. Über die emotionale Dimension erfahren wir selten etwas. Und im deutschsprachigen Raum gibt es hierzu kaum wissenschaftliche Untersuchungen (Weiss/Udris 2001: 103 ff)1.
Es stellt sich deshalb die Frage, ob und wie Arbeitsemotionen, Motivation und Identifikation von Mitarbeiterinnen im Prozess fortschreitenden Personalabbaus von Unternehmen sich in ihren je spezifischen subjektiven Wahrnehmungs- und Deutungsmustern äußern. Unser Augenmerk liegt dabei auf möglichen Verschiebungen der impliziten Übereinkünfte zwischen Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen (psychologischer Kontrakt). Relevant ist in diesem Zusammenhang auch der Einfluss der jeweiligen Mitbestimmungsstruktur und das Verhalten von Betriebsräten im Spannungsfeld von Konflikt und Kooperation.Wir haben dies in drei Unternehmen untersucht: in der Deutschen Steinkohle AG (DSK), in einem Automobilbetrieb und in einem Mittelbetrieb der Glasindustrie.2 Die drei untersuchten Betriebe differieren hinsichtlich Größe und Mitbestimmungsstrukturen (Montanmitbestimmung, 76er Mitbestimmung und Mitbestimmung nach dem Betriebsverfassungsgesetz). Außerdem unterscheiden sie sich durch ihre regionale Ansiedlung (Stadt/Land) und durch ihre Marktzugänge. Zwei Fallstudienbetriebe agieren auf einem "offenen" Markt; einer - die DSK - ist von tripartistischen Regulierungen (Vereinbarung zwischen Unternehmen, Gewerkschaft und Staat) abhängig. Mussten beide auf internationalen Märkten agierende Unternehmen aufgrund der Absatzsituation Personal abbauen, so muss die DSK wegen des Kohlekompromisses ihr Personal bis 2005 um 60 Prozent reduzieren.Während bisher die DSK und der Automo...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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