Eine Ökonomische Analyse von Performance-Feedback - Theoretische Implikationen Und Experimentelle Evidenz**/an Economic Analysis of Performance Feedback - Theory and Experimental Evidence

Zeitschrift für PersonalforschungBand 21 Nr. 2, April 2007

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Zusammenfassung


Many psychological studies provide evidence that performance feedback has an impact on employee motivation. In this paper we use economic methods to examine the role of performance feedback in employer-employee relationships. First, we analyze the effect of feedback on the employee's effort decision in a simple 2-period model. second, we test the resulting hypotheses in an economic laboratory experiment. The theoretical results imply that the introduction of performance feedback leads to (1) an effort adjustment in the second period, (2) higher utility for the employee and (3) higher expected total output. The experimental data confirm the theoretical results to a large extent. Thus, the introduction of performance feedback indeed affects the employee's effort choice although the compensation function remains unchanged.

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Auszug


Eine Ökonomische Analyse von Performance-Feedback - Theoretische Implikationen Und Experimentelle Evidenz**/an Economic Analysis of Performance Feedback - Theory and Experimental Evidence

1. Einleitung

Als J.K. Rowling das Buch "Harry Potter und der Stein der Weisen" schrieb, hatte sie nie zuvor ein Kinderbuch veröffentlicht. Dennoch fand sie einen Verleger, der bereit war, das Buch zu drucken und am Markt anzubieten. Der Erfolg des ersten Romans über Harry Potter war überwältigend und inzwischen hat Rowling weitere fünf Bücher über den kleinen Zauberer verfasst. Aber hätte sie die anderen fünf Romane auch dann geschrieben, wenn der erste nicht erfolgreich gewesen wäre?

Wenn wir eine neue Tätigkeit erstmalig ausführen bzw. einen neuen Job annehmen, wissen wir häufig ex ante nicht, wie talentiert wir dazu sind. So haben wir vorher lediglich Vermutungen darüber, wie gut wir diese neue Aufgabe bewaltigen können. Wir haben beispielsweise Erwartungen darüber, wie hoch unsere Fähigkeit zum Erstellen einer Bilans oder eben zum Schreiben eines Romans ist. Aufgrund von ähnlichen Tätigkeiten, die wir in der Vergangenheit bereits ausgeführt haben, oder aufgrund von uns schon bekannten Begabungen bilden wir im Vorhinein Erwartungen, wie gut wir eine neue Tätigkeit erfüllen können. Wenn wir dann nach Ausführen der neuen Aufgabe ein (Leistungs-) Feedback erhalten, erfahren wir, wie gut wir die Aufgabe erfüllt haben und können Rückschlüsse auf unsere tatsächlichen Fähigkeiten ziehen.1 Im Falle von Rowling könnte man den Erfolg ihres ersten Romans am Markt als ein solches Feedback interpretieren. 1st die Mäglichkeit gegeben, durch Feedback die tatsächliche eigene Fähigkeit kennenzulernen, können wir unsere Anstrengung für die Bewältigung der Aufgabe gemäß der neuen Informationen über unsere Fähigkeit anpassen.2 Erhalten wir jedoch kein Feedback, können wir keine Rückschlüsse auf uns...

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