Partnerschaft Und Auslandseinsatz: Beziehungsdimensionen Und Ihre Bedeutung Für Die Qualität Des Auslandsaufenthaltes Bei Expatriates**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 20 Nr. 4, Oktober 2006

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Zusammenfassung


International assignments are still a big challenge for many international firms and non-profit organizations. The role of the accompanying family in particular is not clearly defined: Is the family able to support the expatriate as she does at home or will she be an additional stress factor during the assignment? This study investigates the influence of the quality of the partnership on the success of international assignments. Using the FACES II and our own questionnaire to measure stress factors abroad, the influence of the Cohesion and Adaptability of a partnership on the success of an assignment was investigated. 23 couples living abroad for an average of 10.2 years were involved in the study. It was shown that especially the Adaptability of the partnership is able to reduce stress and to increase the quality of life abroad. The paper thus points to a further way in which organizations can improve their process of personnel selection and reduce the risk of financial loss.

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Auszug


Partnerschaft Und Auslandseinsatz: Beziehungsdimensionen Und Ihre Bedeutung Für Die Qualität Des Auslandsaufenthaltes Bei Expatriates**

1. Auslandsaufenthalt und Partnerschaft

Die Anzahl von Menschen, die uberall auf der Welt aus ihrem Heimatland aufbrechen und sich in einer vollkommen anderen Umgebung niederlassen, ist heute groBer als zuvor in der Geschichte der Menschheit (Hofstede 2001) und auch im beruflichen Kontext bilden kurz- und langfristige Auslandsentsendungen für viele Menschen einen wichtigen Bestandteil ihrer Laufbahn. So waren Mitte der 1990er Jahre etwa 80.000 Bundesdeutsche mit einem befristeten Arbeitsvertrag für Unternehmen und offentliche Institutionen im europaischen Ausland tätig und infolge der weiter wachsenden wirtschaftlichen und politischen Verflechtung der einzelnen Nationen ist in den nächsten Jahren mit einer starken Zunahme dieser Entwicklung zu rechnen (Kuhlmann 1995). Beunink (2005) berichtet, dass nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2005 die Zahl der Auswanderer mit über 150.000 einen neuen Hochststand erreicht hat. International hat sich für die Beschreibung berufsbedingt ins Ausland entsendeter Personen die Bezeichnung "Expatriates" durchgesetzt (Weinert 1998).

Ein Auslandsaufenthalt bringt eine weitreichende Veränderung des gewohnten Lebensumfeldes für den Expatriate und seine Familie mit sich: Allé Beteiligten sind gefordert, sich neu zu orientieren und dem veränderten Umfeld anzupassen. Diese notwendigen allgemeinen Lern- und Anpassungsvorgange im Ausland, auch "interkulturelle Anpassung", "Adaptation" oder ,,Akkulturation" genannt (Stahl 1998), bereiten manchmal große Schwierigkeiten und sind mit vielfältigen Belastungen in unterschiedlichsten Lebensbereichen verbunden. Hier sind in den entsendenden Organisationen detaillierte Auswahlprozesse gefordert, die dazu beitragen, die richtigen Personen für den Auslandsaufenthalt zu identifizieren. Denn ubersteigen die Belastungen das Bewältigungspotential der betroffenen Personen, sind negative Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitszufriedenheit und nicht selten auch gesundheitliche Probleme die Folge sowie moglicherweise ein frühzeitiger Abbruch der Entsendung (Bergemann/ Sourisseaux 1996; Black/Gregersen 1999; Coyle 1988; Hagedorn/Heidemann/Rietz 2004; Kühlmann 2004). Furnham/Bochner (1982, 161) halten fest: "[...] it is...

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