Internationale Stellenbesetzungspolitik in Early Internationalizers: Jenseits Inkrementeller Pfade?**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 20 Nr. 4, Oktober 2006

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Zusammenfassung


Research in the field of early internationalizers gained momentum in the early 1990s. Looking back on the last decade of research in international human resource management it becomes obvious that expatriate management in early internationalizers is still a neglected research field. Therefore, in this article we focus on staffing policies of early internationalizers. Our analysis is based on Perlmutter's EPRG concept that considers different types of staffing policies which are adopted successively and therefore follow a certain (incremental) path over time. In accordance with the determinants of early internationalization, namely networks, international experience, and technological intensity, we discuss whether leap-frogging can be expected no only with respect to international market entry modes but also in respect to international staffing policies.

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Auszug


Internationale Stellenbesetzungspolitik in Early Internationalizers: Jenseits Inkrementeller Pfade?**

1. Einführung

In einer Zeit, in der die Liberalisierung der Weltmärkte sowie die Informations- und Kommunikationstechnologien die Barrieren für weltweites Handeln gesenkt haben, gewinnt die Internationalisierung der Wirtschaft neue Facetten. Die Internationalisierung von Unternehmen wie Ebay, Amazon, Conergy, Logitech oder Intershop lässt erkennen, dass die klassische Annahme der Internationalisierungsprozesstheorien, dass Unternehmen zunachst auf ihren Inlandsmärkten tätig sind und sich erst nach einiger Zeit in geographisch und kulturell nahestehende Länder wagen, kritisch zu hinterfragen ist (Knight/Cavusgil 1996, 17).1

Unternehmen, die im ersten Jahr nach ihrer Gründung bereits international tätig sind und vom traditionellen Verständnis einer inkrementellen Internationalisierung zugunsten eines strategisch-selektiven, auch als "leap-frogging" bezeichneten, Internationalisierungsverhalten, abweichen, werden als Early Internationalizers bezeichnet (Johnson 2004). Neben dem Begriff Early Internationalizers wird in der Literatur auch von Born Globals (Rennie 1993; Knight/Cavusgil 1996; Madsen/Servais 199T; Schmidt-Buchholz 2001), International New Ventures (McDougall et al. 1994; Oviatt/McDougall 1997), Global Start-ups (Burgel 2000), Global High-tech Firms (Jones 1999) oder Innate Exporters (Ganitsky 1989) gesprochen, was verdeutlicht, dass sich noch keine einheitliche Definition fur schnell internationalisierende Start-ups herausgebildet hat.2

Dem Phänomen Early Internationalizer wird seit Anfang der neunziger Jahre verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Besondere Anerkennung hat das Forschungsfeld im Jahr 2004 erhalten, als der konzeptionelle International Entrepreneurship Aufsatz von Oviatt/McDougall (1994) mit dem "Decade Award" des Journal of International Business Studies ausgezeichnet wurde. Der Großteil der seitdem veröffentlichten Studien zu Early Internationalizers behandelt die Determinanten, die eine frühe Internationalisierung ermöglichen oder untersucht den Auslandsmarkterfolg von Early Internationalizers (vgl. hierzu z.B. Jolly et al. 1992; Rennie 1993; Oviatt/McDougall 1994, 1995, 1999; Bell 1995; Boter/Holmquist 1996; Bloodgood/Sapienza 1996; Bürgel 2000; Zahra et al. 2000; Bell/Me Naughton 2000; Schmidt-Buchholz 2001; Moen 2002; Autio et al. 2002; Sapienza et al. 200...

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