Was Ist Ein 'Idealer Manager' Und Was Ist Eine 'Ideale Managerin'? Geschlechtsrollenstereotypen Und Ihre Bedeutung Für Die Eignungsbeurteilung von Männern Und Frauen in Führungspositionen**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 18 Nr. 4, Oktober 2004

Angeknüpft als:

Zusammenfassung


In the last 30 years several North American and comparative studies have repeatedly shown that societal expectations of the "good manager" are closely related to masculine sex role stereotypes. To this day, the question is still open as to whether these stereotypes of the "good manager" are the same for men and women alike in managerial positions. Following a summary of the state of the art managerial sex-role research, the results of a German study with 436 students and 212 practitioners participating between 1997 and 2001 are presented. The main finding of the study is that the expectations towards women are significantly more strongly related to masculine role stereotypes than the expectations towards their male colleagues. The results on differences between participating women and men or between students and practitioners are inconsistent. Moreover, the study points to the significance of highly structured and controlled procedures for the prevention of sex-related discrimination in organizational selection and performance appraisal.

Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes

Auszug


Was Ist Ein 'Idealer Manager' Und Was Ist Eine 'Ideale Managerin'? Geschlechtsrollenstereotypen Und Ihre Bedeutung Für Die Eignungsbeurteilung von Männern Und Frauen in Führungspositionen**

1. Problemstellung

In einem Aufsatz der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie von 1989 stellen Ruth Rustemeyer und Sabine Thrien eine provokante Frage: "Die Managerin der Manager: Wie weiblich dürfen sie sein, wie männlich müssen sie sein?" Mit ihrer Studie greifen sie eine in den USA seit Beginn der 70er Jahre diskutierte Forschungsfrage auf und stellen sie für Deutschland neu. Sie zeigen, dass sich die nordamerikanischen Befunde weitgehend übertragen lassen, aber sie blenden - wie auch ihre nordamerikanischen Vorgängerstudien - einen zentralen Aspekt ihrer Fragestellung aus: Die Studie gibt keine Auskunft darüber, ob das männlich geprägte Rollenstereotyp in gleichem Maße für Männer und Frauen in Managementpositionen gilt.

Als die Kategorisierung männlich/weiblich in den 70er Jahren Eingang in Theorie und Empirie Managementforschung findet, breitet sich die weibliche Emanzipationsbewegung erst aus, und Managementlehre und -praxis sämtlicher Industrienationen sind gleichermaßen von Männern dominiert. 30 Jahre später scheint die Sensibilisierung für geschlechtsrelevante Themen nach einer Hochzeit in der ersten Hälfte der 90er Jahre in Deutschland wieder abzuebben (Kreil/Karberg 2002). In diesem Zeitraum hat der Anteil von Frauen in Führungspositionen von Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre deutlich zugenommen. Dennoch kreist ihr Anteil auf den hierarchischen Toppositionen in Deutschland immer noch um die 10%-Marke oder bleibt gar deutlich darunter: Nach Berechnungen der EU-Kommission erreichte der Anteil von Frauen unter den ordentlichen Professoren an wissenschafdichen Hochschulen im Jahr 2000 nur 7%, und einen ähnlichen Anteil (8,5%) bilden die Frauen auch unter den Mitgliedern der Kommissionen Personal und Organisation im Verband der Flochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre im Jahr ...

Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes

Geförderte Links




ver las páginas en versión mobile | web

ver las páginas en versión mobile | web

© Copyright 2012, vLex. Alle Rechte vorbehalten.

vLex-Inhalte Deutschland

vLex durchsuchen

Für Berufstätige

Für Mitglieder

Unternehmen