Personenorientierte Koordination Internationaler Aktivitäten in Entwicklungs-Ngos - Fallstudienanalyse Und Entwicklung Eines Bezugsrahmens**
Zeitschrift für Personalforschung › Band 22 Nr. 3, Juli 2008
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Zeitschrift für Personalforschung › Band 22 Nr. 3, Juli 2008
Angeknüpft als:Zusammenfassung
Research on (human resource) management and organizational issues in international development NGOs is scarce. The aim of this paper is to describe and explain how international development NGOs coordinate their international activities and how this depends upon the internal context of the NGOs. The focus is on person-oriented coordination mechanisms. The empirical analysis consists of five case studies which are based on interviews conducted in Germany and Kenya, as well as on documents. The results of this sample show the importance of expatriation and face-to-face interaction as person-oriented coordination mechanisms. Secondly, the usage of person-oriented coordination devices mainly varies with the specifics of the project. Task-related characteristics have only an indirect influence and organization features seem to matter only with respect to size. From these results implications for future research as well as practice in international development NGOs are drawn.
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Auszug
Personenorientierte Koordination Internationaler Aktivitäten in Entwicklungs-Ngos - Fallstudienanalyse Und Entwicklung Eines Bezugsrahmens**
1. Einleitung
International tätige Entwicklungs-NGOs (Non-Governmental Organizations bzw. Nichtregierungsorganisationen) wurden in der Managementforschung im Vergleich zu gewinnorientierten Unternehmen lange Zeit vernachlässigt (Fenwick 2005, 497; Merlot/Fenwick/De Cieri 2006, 315). Das enorme Wachstum dieser Organisationen in den vergangenen Jahren - sowohl im Hinblick auf ihre Größe als auch ihre Anzahl (und damit auch die Anzahl der in diesen Organisationen Beschäftigten) - zeigt jedoch ihre zunehmende Bedeutung (Lewis 2001, 1). Der vorliegende Aufsatz möchte einen Beitrag zur Generierung neuer Erkenntnisse hinsichtlich des Managements von internationalen Entwicklungs-NGOs leisten und fokussiert auf die Koordination der internationalen Aktivitäten dieser Organisationen.Bei internationalen Entwicklungs-NGOs handelt es sich um Organisationen, die - "legitimised by the existence of the world's poor and powerless" (Fowler 1997, 38) - benachteiligte Bevölkerungsgruppen in sogenannten Entwicklungsländern auf unterschiedlichste Weise unterstützen (medizinisch, technisch, politisch etc.). Ihre Ressourcen beziehen sie hauptsächlich aus privaten Spenden und öffentlichen Zuschüssen ihrer Herkunftsländer bzw. -regionen. Angesichts der großen geografischen und kulturellen Distanz sowie der zunehmenden Dezentralisierungsbestrebungen von internationalen Entwicklungs-NGOs (Fowler 1992; McPeak 2001) stellt sich die Frage, wie sie ihre weltweiten Aktivitäten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) koordinieren. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass alle NGOs ihre internationalen Aktivitäten in der gleichen Weise koordinieren, bzw. von welchen Einflussfaktoren hängen mögliche Variationen ab? Im Fokus des vorliegenden Beitrages stehen dabei personenorientierte Koordinationsinstrumente, denen die betriebswirtschaftliche Literatur eine zunehmende Bedeutung attestiert (Macharzina/Wolf 1996, 34) und die aus personalwirtschaftlicher Sicht von besonderem Interesse sind.Entsprechend der Fragestellung gliedert sich der Beitrag wie folgt: Zunächst wird der Stand der Forschung zu international tätigen Entwicklungs-NGOs und zur Koordination referiert. Den konzeptionellen Überlegungen schließt sich eine qualitativ orientierte empirische Untersuchung in fünf international tätigen Entwicklungs-NGOs an. Aus den Ergebnissen werden weiterführende Überlegungen zur Koordination in internationalen Entwicklungs-NGOs entwickelt. Es folgen ein Fazit sowie die Diskussion von Implikationen für Forschung und Praxis.2. Internationale Entwicklungs-NGOs2.1 Einordnung und Klassifizierung von internationalen Entwicklungs-NGOsInternationale Entwicklungs-NGOs stellen einen Teilbereich des Dritten Sektors dar (Lewis 2001, 1). Organisationen des Dritten Sektors werden auch non-profit Organisationen genannt (Badelt 2002; Fenwick 2005, 498; Lewis 2001, 202). Sie umfassen all diejenigen Organisationen, die weder zu den gewinnorientierten Unternehmen noch zu den öffentlichen Einrichtungen zählen (Anheieret al. 2002, 1...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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