Mehr Atypische Beschäftigung Aus Theoretischer Sicht**
Industrielle Beziehungen › Band 15 Nr. 3, Juli 2008
Angeknüpft als:
Industrielle Beziehungen › Band 15 Nr. 3, Juli 2008
Angeknüpft als:Zusammenfassung
In this paper the increase in non-standard forms of employment (temporary work, fixed-term employment contracts, part-time work and marginal part-time work) is explained using a new theoretical approach. It is based upon transaction cost theory and takes a closer look at costs (and revenues) of employment relations: On the one hand, atypical forms of employment reduce labor costs and dismissal costs, but on the other, they increase transaction costs and those for training and skills. As a result of a number of developments, cost advantages of non-standard forms of employment have increased and their cost disadvantages have decreased: Firms have intensified their division of labor, implemented firm-wide production processes, standardized and use DP for efficiency control and for improving their information system. Employees increased their supply of atypical forms of employment due to a rising interest in personal flexibility and/or higher unemployment.
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Auszug
Mehr Atypische Beschäftigung Aus Theoretischer Sicht**
1. Problemstellung und Vorgehensweise
Dass so genannte atypische Beschäftigungsverhältnisse, wie geringfügige Beschäftigung, weitere Formen der Teilzeitarbeit, Leiharbeit und befristete Beschäftigung, stark an Bedeutung gewonnen haben, ist empirisch gut belegt:* Die Zahl geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse hat alleine zwischen 2002 und 2006 von 4,1 Mio. auf 6,7 Mio. zugenommen.1* In dem Zehnjahres-Zeitraum 1996 bis 2005 ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen Beschäftigten von 16,6% auf 24,5%, der Anteil von Leiharbeitern von 0,6% auf 1,4% und der Anteil von befristeten Arbeitsverhältnissen von 7,7% auf 10,1% gestiegen (vgl. Keller/Seifert 2007: 13).Dafür werden zahlreiche Argumente, wie ein gestiegener Kosten- und Produktivitätsdruck, mehr Anpassungsbedarf und die Einführung neuer Produktionskonzepte auf Seiten der Unternehmen, die hohe Arbeitslosigkeit und ein gestiegener persönlicher Flexibilitätsbedarf auf Seiten der Arbeitnehmer, ins Feld geführt. Sie stehen jedoch weitgehend unverbunden nebeneinander. Erst in jüngster Zeit haben Sesselmeier (2007) und Nienhüser (2007) zwei theoretische Konzepte zur Erklärung atypischer Beschäftigung vorgestellt, bei denen die Wahl der Beschäftigungsformen in den Gesamtkontext des Unternehmens eingeordnet wird. Hier setzen wir an, um atypische Beschäftigung umfassend(er) auf der Basis des Transaktionskostenansatzes zu erklären und dabei viele verschiedene Gründe auf der Nachfrage- und Angebotsseite des Arbeitsmarktes in ein Konzept zu integrieren.Unser Beitrag gibt in Teil 2 einen kurzen Literaturüberblick, gefolgt von den Grundaussagen der Transaktionskostentheorie und einer Charakterisierung verschiedener Formen atypischer Beschäftigung. Teil 3 rückt den Einfluss von Arbeitsverhältnissen auf die Produktions- und Transaktionskosten von Unternehmen in den Blickpunkt und geht der Frage nach, wie Abweichungen vom Normalarbeitsverhältnis diese Kosten verändern und welche Entwicklungen dazu geführt haben, dass sich mehr atypische Beschäftigung auszahlt.2. Theoretische Grundlagen2.1 Bisherige Ansätze in der LiteraturIn der Literatur gibt es eine Vielzahl von Erklärungen für die zunehmende Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse. Auf Seiten der Unternehmen wird auf einen gestiegenen Anpassungs- und Flexibilitätsbedarf hingewiesen, der vor allem durch Abweichungen vom Normalarbeitsverhältnis gedeckt werden kann (vgl. Hohendanner/Bellmann 2007; Keller/Seifert...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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