Die Messung Der Inneren Kündigung. Ein Vorschlag Zur Operationalisierung Mit Bezügen Zur Angloamerikanischen Personalforschung**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 19 Nr. 2, April 2005

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Zusammenfassung


Today the term Innere Kundigung ("internal withdrawal") is widely widespread in German-speaking countries, and not just in HRM-literature. Nevertheless, up to now the construct lacks a conception which differs theoretically from those of similar constructs (e.g. job(dis)satisfaction). To date, there have only been a few empirical studies on the subject and each study has used different instruments. In this paper Innere Kundigung is reconstructed following the descriptions given by Hohn and operationalized by distinguishing Innere Kundigung from similar Anglo-American concepts. By comparing Innere Kundigung with Involvement as well as Commitment, we show the extent to which these well known constructs and their related instruments focus on the same phenomena that are central to Innere Kundigung. We argue that Innere Kundigung corresponds to low Job Involvement, to low Affective Commitment and high Continuance Commitment. This enables us to use instruments conceptualized and validated for Involvement and Commitment in order to gain data on Innere Kundigung.

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Auszug


Die Messung Der Inneren Kündigung. Ein Vorschlag Zur Operationalisierung Mit Bezügen Zur Angloamerikanischen Personalforschung**

,,Die innere Kündigung eines Mitarbeiters ist der bewusste Verzicht auf Engagement und Eigeninitiative im Unternehmen und damit die Ablehnung einer der wichtigsten Anforderungen, die an einen Mitarbeiter zu stellen sind. Der Mitarbeiter will zwar seine Stellung im Unternehmen behalten, beabsichtigt aber, sich in keiner Weise zu engagieren. Er distanziert sich vielmehr innerlich vom Betriebsgeschehen und verhält sich soweit wie möglich passiv." (Höhn 1983, 17)

1. Problemstellung

Der Begriff ,Innere Kündigung' wurde Anfang der 80er Jahre von Reinhard Höhn erstmalig publiziert. Als Gründer und Leiter der Harzburger Akademie fur Führungskräfte der Wirtschaft batte Höhn in den 60er Jahren mit dem von ihm vertretenen Fuhrungsmodell ,,Führung im Mitarbeiterverhältnis" Bekanntheit im deutschsprachigen Raum erlangt. Auf dieser Basis fand der Begriff ,Innere Kündigung' schnelle Verbreitung. Anfang der 90er Jahre legten die Autoren Lohnert (1990) und Pallet (1993) zwei Arbeiten vor, in denen sie die von Höhn beschriebenen Phänomene verhaltenswissenschaftlich rekonzeptualisierten, indem sie die Entstehung der Inneren Kündigung mit empirisch bewährten Theorien zu erklären suchten. Fur die dabei aus der (Arbeits- und Organisations-) Psychologie bezogenen Konstrukte, u.a. Arbeitszufriedenheit und Leistungsmotivation, lagen zu dieser Zeit bereits validierte Instrumente vor - jedoch nicht fur Innere Kundigung.

Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, so dass weder Prävalenzen erhoben noch versucht wurde, Löhnerts und Fallers hypothetische Erklärungen der Genese zu falsifizieren. In den letzten Jahren wurden zwar einige empirische Arbeiten zum Thema Innere Kundigung veröffentlicht, die jeweiligen Fragestellungen und die jeweils eingesetzten Instrumente sind allerdings verschieden, oftmals unvollstandig publiziert und in keinem Fall kriteriumsvalidiert. Mit den psychologischen Importen bei der Suche nach - anderen als den von Hohn gegebenen - Erklärungen der Inneren Kundigung, rückte auch die Notwendigkeit ins Bewusstsein, sie zu anderen Konstrukten abzugrenzen; insbesondere zu Arbeitsunzufriedenheit und Burnout. Dieses Bemuhen wird in jüngsten Publikation...

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