Moral an Die Börse?
Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik › Band 6 Nr. 1, Januar 2005
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Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik › Band 6 Nr. 1, Januar 2005
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Financial scandals, unfriendly takeovers, and generous payments to managers in financial institutions cause vehement concern within the public sphere. However, functional deficits of existing financial markets can merely be eliminated by political regulation and ethical structuring of global financial markets and through to the two crucial principles: stability and participation.
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Auszug
Moral an Die Börse?
1. Das Mannesmann-Signal
Der Düsseldorfer Strafprozess gegen Manager der ehemaligen Mannesmann AG hat am Ende wie zu Beginn für Schlagzeilen in den Medien gesorgt.Empörung der BevölkerungDie Bevölkerung empörte sich über die strahlenden Siegerposen der Manager, noch bevor der Prozess überhaupt eröffnet war. Besonders skandalös wirkten die zum Victory-Zeichen gespreizten Finger des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, der vielleicht nur seine Unsicherheit auf dem Parkett des Gerichtssaals zu überspielen suchte. Zum andern waren die Leute über die Höhe der Zahlungen empört, mit denen Vorstände und Aufsichtsräte sich aus der Wertschöpfung eines Unternehmens selbst bedienen und bei der feindlichen Übernahme des Unternehmens komfortable Abfindungen zuweisen. Sie fanden den Abstand zwischen den Bezügen der Manager, die der Prozess offen legte, und dem, was sie selbst als Lohn oder Gehalt verdienen, unfassbar. Und sie verurteilten das Verhalten einer Wirtschaftselite als raffgierig und stillos, die gleichzeitig den Gesetzgeber und die Regierung unter Druck setzte, damit diese das Rentenniveau absenken, den Kranken Zuzahlungen abverlangen und Sozialleistungen für Langzeitarbeitslose kürzen.Selbstverständnis der ManagerDer Mannesmann-Prozess hat das Selbstverständnis der Spitzenmanager über ihre gesellschaftliche Funktion ins Rampenlicht gerückt. Sie neigen seit einiger Zeit dazu, das Unternehmen als Fjgentum der Aktionäre zu begreifen und in erster Linie deren Interessen Zu bedienen. Sie orientieren ihre Entscheidungen am Unternehmenswert und sind davon überzeugt, dass der Aktienkurs ein authentischer Gradmesser erfolgreicher Entscheidungen ist. Folglich finden sic es korrekt, erhebliche Gehaltsbestandteile an dessen Höhenflug zu koppeln und dabei angelsächsische Standards anzulegen. Die Ansprüche der Belegschaft treten hinter der Börsenlog...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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