Die Entwicklung Organisatorischer Kompetenz*: Selbstorganisation Und Nachhaltiges Management Als Voraussetzung Für Effizientes Und Effektives Organisatorisches Handeln

Zeitschrift für Wirtschafts- und UnternehmensethikBand 8 Nr. 2, Mai 2007

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Zusammenfassung


To ensure their competitiveness and capability to act in a complex and dynamic environment, enterprises should not only adjust to new situations. Furthermore they must be able to influence their environment actively and avoid degeneration to its match-ball. The answer to this problem will be the development of organisational competence to assure an autonomous, efficient and effective process of decision making. Organisational competence requires flexible and dynamic organisational structures as well as flexible and dynamically acting decision-makers. Organisational competence may be realised by developing the organisation to a dynamic core capability in association with exercising sustainable management. This essay will show the mentioned coherences.

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Auszug


Die Entwicklung Organisatorischer Kompetenz*: Selbstorganisation Und Nachhaltiges Management Als Voraussetzung Für Effizientes Und Effektives Organisatorisches Handeln

1. Die aktuelle Unternehmenssituation

Anhaltende Veränderungen auf marktlicher, technologischer, ökologischer, sozialer und kultureller Ebene kennzeichnen die derzeitige Wirtschaftslage. Der Erhalt ihrer Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit verlangt von Unternehmen angemessene Reaktionen. Sic sollen sich stets an neue Situationen anpassen können. Um nicht zum Spielball ihres Umfeldes zu verkümmern, müssen sic darüber hinaus fähig sein, bewusst auf ihre ständig komplexer und dynamischer werdende Umwelt einzuwirken sowie die aus deren permanentem Wandel resultierenden Chancen frühzeitig wahrzunehmen und erfolgsorientiert zu nutzen. Damit sie diesen Anforderungen gerecht werden, bedarf es der Entwicklung organisatorischer Kompetenz.

Organisatorische Kompetenz steht für das Vermögen sozialer Systeme, wie sie auch Unternehmen darstellen, einen - im Hinblick auf die Erfüllung ihrer Ziele - effizienten und effektiven Ablauf der in ihnen stattfindenden Prozesse sicherzustellen. Hierzu notwendige Maßnahmen mussen aus dem System selbst heraus ergriffen werden. Dies bedingt anpassungs- und zugleich entwicklungsfähige Organisationsstrukturen, welche ein typisches Merkmal selbstorganisierender Systeme darstellen. Selbstorganisation entspricht einer wesentlichen Voraussetzung für die Entwicklung organisatorischer Kompetenz. Sie kann durch den Ausbau der Organisation zur dynamischen Kernkompetenz realisiert werden. Als weitere bedeutsame Grundlage organisatorischer Kompetenz ist die Praktizierung eines nachhaltigen Managements anzusehen, dessen Erfolg sowohl vom Vorhandensein der für die optimale Bearbeitung betrieblicher Aufgaben notwendigen Fach-, Methoden- und Systemkompetenz als auch von der Existenz eines umfassenden Potenzials an sozialer und ethischer Kompetenz abhängt. Im vorliegenden Beitrag wird die Rolle von Kompetenzen in der neueren Organisations- und Managementlehre sowie ihre Relevanz für die Entwicklung organisatorischer Kompetenz analysiert.

2. Kompetenzen in der Betriebswirtschaftslehre

Die ursprüngliche Bedeutung des dem Lateinischen entstammenden Begriffs Kompetenz ist das Zusammentreffen. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht Kompetenz für Sachverstand oder Zuständigkeit. In diesem Sinne findet der Terminus Verwendung in der traditionellen betriebswirtschaftlichen Organisationslehre, wohingegen e...

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