Outsourcing von Personalfunktionen: Eine (Erneute) Bestandsaufnahme**
Zeitschrift für Personalforschung › Band 19 Nr. 1, Januar 2005
Angeknüpft als:
Zeitschrift für Personalforschung › Band 19 Nr. 1, Januar 2005
Angeknüpft als:Zusammenfassung
Based on a survey among 45 leading German companies, this paper analyses their outsourcing activities in the human resources management function. This paper reports that a lot of HR activities have already been outsourced and that companies are willing to extend outsourcing to further HR activities. This study shows that companies do not rely only on transaction cost theory, but increasingly also on resource-based analyses to make their outsourcing decisions.
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Auszug
Outsourcing von Personalfunktionen: Eine (Erneute) Bestandsaufnahme**
1. Einleitung
Ausgangspunkt dieses Beitrags ist die Betrachtung eines grundlegenden Paradoxons: Personalmanagement wird immer wichtiger, was sich in der Diskussion über eine wissensbasierte Organisation, der Notwendigkeit des kontinuierlichen Wandels und Lernens sowie in Statements wie ,,Unsere Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource" widerspiegelt, jedoch nimmt im Gegensatz dazu die Bedeutung des Personalbereichs kontinuierlich ab (Scholz 2000). Im Zuge eines starken Dezentralisierungstrends der Personalarbeit in der Praxis (Drumm 1996) wird ein Großteil der Aufgaben der Personalabteilung von Linienmanagern am Ort der Problementstehung als Personalverantwortliche übernommen, die in ihrer Rolle als dezentrale Führungskrafte ihre eigenen Vorstellungen von Personalarbeit realisieren (Drucker 2002; Greer et al. 1999). Hinzu kommt, dass auf Gruncl eines immer rasanteren Wandels die Anforderungen an das Personalmanagement nicht geringer geworden sind. Es sind nunmehr spezifischere Einzelproblemlösungen gefragt, und unternehmerisches Denken ist die Gruncllage fur eine erfolgreiche Personalarbeit. Es stellt sich für die Unternehmensführung zunehmend die Frage nach einer kostengünstigeren Gestaltung von Personalarbeit bzw. nach einem vernünftigen Kosten-/Nutzen-Verhältnis der vom Personalbereich erbrachten Leistungen, ohne dabei Qualitatseinbußen hinnehmen zu mussen (Fröhlich/ Gindert 1995). Eine mögliche Strategie ist in diesem Zusammenhang das Outsourcing.Trotz der allgemein weiten Verbreitung dieses Konzepts in der betrieblichen Praxis und der populärwissenschaftlichen Literatur hat das Thema Outsourcing noch einen großen Nachholbedarf in der wissenschaftlichen Forschung. Matiaske/Mellewigt (2002) haben in ihrer Untersuchung zum Stand der deutschsprachigen empirischen betriebswirtschaftlichen Forschung für den Zeitraum zwischen 1990 und 2001 zum Themenkomplex Outsourcing insgesamt 100 Publikationen zu dieser Thematik iclentifiziert. Die Mehrzahl dieser Publikationen beschäftigt sich mit dem Thema Outsourcing auf einer rein theoretisch-konzeptionellen Ebene. Es wurden nur 15 empirische Studien zu diesem Thema identifiziert, die auf einer größeren Stichprobe beruhen. (Die kleinste Stichprobe von Voß/Chalupsky (1995) umfasst 24 Unternehmen und die größte Stichprobe von Zahn/Soehnle (1996) beinhaltet 399 Unternehmen.) Die Mehrzahl dieser Studi...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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