Zusammenfassung
This article deals with economic-orientated reforms of the welfare state and social administration, which have an impact on the professional services. The Principal-Agent-Theory is applied to the relationship between social worker, social service organisation and service user in order to concentrate on incentive-oriented problems and asymmetric information. The main thesis proposes that professionals have dual accountabilities; they deal with two distinct fundamental principles of organisations. Contract management introduces incentive and sanction systems of explicit contracts (between social worker and employment agency). Concerning the interaction between social worker and service user, there is a dominance of particular, social and psychic incentive and sanction systems of the organisation based on trust. The analytical instrument "dual-principal-agent-model" demonstrates that trust - as criterion of professional practice - offers a new approach for shaping recommendations on the institutional level.
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Auszug
Professionsökonomik, Verträge Und Vertrauen: Zur Mikrofundierung Professioneller Dienstleistungen Durch Die Agenturtheorie Am Beispiel Der Sozialen Arbeit*
1. Einleitung
Will man den Prognosen und Analysen Glauben schenken, die aus dem ökonomischen Modell der langen Konjunkturwellen (Kondratieff-Zyklen) abgeleitet werden, so stellen insbesondere Diensdeistungen im Sozial- und Gesundheitswesen entscheidende Basisinnovationen dar (Nefiodow 2001: 97). Die ökonomischen Analysen dieser Bereiche (z.B. der Gesundheitsökonomik) konzenttieren sich zumeist auf Makrotheorien und -effekte, ohne jedoch die Besonderheiten der Erbringung personenbezogener sozialer Dienstieistungen (vgl. Bauer 2001; Finis Siegler 1997) zu berücksichtigen: Ein Großteil der Berufe, durch die Sozial- und Gesundheitsleistungen produziert werden, können als Professionen bezeichnet werden.1Professionelles Handeln unterliegt - so ein breiter Konsens in der Professionssoziologie - einem spezifischen Modus der Legitimation, Steuerung und Kontrolle. In der soziologischen Lesart von Profession stellt sich zwingend das ,,sachhaltige, materiale Strukturerfordernis eigenlogischer Standesethik als Professionsethik" (Oevermann 1997: 10), dem die Bedeutung eines tragenden Merkmals einer autonomen Profession zukommt. Die Überwachung beruflichen Handelns wird dieser Logik folgend nach ,innen' übertragen. Die Berufsausübung - auch in moralisch und rechdich prekären Praxen - wird institutionell legitimiert, professionsintern durch Selbstbindung abgesichert und mittels Berufsverbände uberwacht.Für die gegenwärtigen Herausforderungen ökonomisierter Sozialsysteme erscheinen diese Erklärungen - und die davon abgeleiteten Empfehlungen - unter zwei Aspekten als stark defizitär. Zum ersten wurde bislang davon ausgegangen, dass professionelles Handeln sozusagen automatish effizient sei, wenn ein ausreichender Gemeinwohlbezug erkennbar wäre. Vor dem Hintergrund hoher Personalkosten wird aber die Frage der Effizenz und Wirtschaftlichkeit professioneller Oienstleistungserbringung nicht mehr unhinterfragt den Professionen überlassen - und wird damit zum Problem. Zum zweiten übernehmen professionelle Organisationen die Aufgabe der Kontrolle ihrer Akteure in einer Gesellschaft, die durch rasanten und radikalen technischen und ...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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