Betriebliche Mitbestimmung Unter Rechtfertigungsdruck. Die Relative Bedeutung von Produktivitäts- Und Umverteilungseffekten**/Workplace Codetermination and Conflict Management: The Relative Importance of Productivity and Distributional Effect

Industrielle BeziehungenBand 15 Nr. 2, April 2008

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Zusammenfassung


Due to the availability of a number of large and representative firm panels our empirical knowledge about the impact of works councils on firm performance has increased considerably over the last ten years. There, are, however, at least two areas where the evidence is tentative at best: First, although it is obvious that works councils differ widely in how they interact with employees and management, the available literature is almost silent about the distribution of different types of works councils. Second, we have no systematic information on how works councils behave in situations where conflicts of interest arise (internal conflict management vs. involvement of third parties, such as arbitration committees or labor courts). Answering these two questions requires a combination of qualitative (case study) and quantitative (econometric) research.

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Auszug


Betriebliche Mitbestimmung Unter Rechtfertigungsdruck. Die Relative Bedeutung von Produktivitäts- Und Umverteilungseffekten**/Workplace Codetermination and Conflict Management: The Relative Importance of Productivity and Distributional Effect

1. Vorbemerkungen

Nachdem die empirische Mitbestimmungsforschung Jahrzehnte lang ein gewisses "Schattendasein" geführt hat, ist seit einiger Zeit eine rapide Zunahme an quantitativ-ökonometrischen Arbeiten zu beobachten. Diese Entwicklung wiederum ist primär mit der Verfügbarkeit mehrerer repräsentativer Unternehmensstichproben wie z.B. dem IAB-Betriebspanel, dem NIFA-Panel und dem Hannoveraner Firmenpanel - zu erklären, die seit etwa Mitte der neunziger Jahre auch Wissenschaftlern außerhalb der die Daten erhebenden Institutionen für spezifische Auswertungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Im Gegensatz dazu ist die durch Kotthoff (1981, 1994, 1995) begründete qualitativ-ethnographische und auf Fallstudien basierende Forschung zuletzt eher in Vergessenheit geraten, was angesichts der hinlänglich diskutierten Defizite quantitativ-ökonometrischer Analysen ausgesprochen bedauerlich ist (die Operationalisierung der zentralen unabhängigen Variable - Existenz eines Betriebsrates - in Form einer dichotomen Größe ist zweifellos unbefriedigend, denn es gibt ausweislich der Studien von Kotthoff eine größere Zahl eindeutig unterscheidbarer "Betriebsratstypen", deren Einfluss auf die Unternehmensperformance nahezu ungeklärt ist (vgl. als eine der wenigen Ausnahmen Dilger 2002)). Die von Hubert Schnabel vorgelegte Fallstudie knüpft an die Arbeiten Kotthoffs an und...

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