Industrielle Beziehungen Im Spannungsfeld von Ver- Und Entbetrieblichungstendenzen

Industrielle BeziehungenBand 14 Nr. 4, Oktober 2007

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Auszug


Industrielle Beziehungen Im Spannungsfeld von Ver- Und Entbetrieblichungstendenzen

Die jährliche Tagung der GIRA fand dieses Jahr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt. Zur Begrüßung stellte die Organisatorin Dorothea Alewell die drei inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung vor, bei der es um Ver- und Entbetrieblichungstendenzen in den Industriellen Beziehungen sowie um die möglichen Handlungsstrategien von IR-Akteuren im Spannungsfeld dieser Tendenzen ging. Im Vordergrund standen somit die schon seit längerem diskutierten Fragen der Reichweite und Folgen der Dezentralisierung und Öffnung tarifvertraglicher Regelungen auf der einen Seite sowie die potenzielle Schwächung der Einflussmöglichkeiten der betrieblichen Mtbestimmung durch Outsourcing, Netzwerkbildung etc. auf der anderen Seite.

Den ersten Themenblock zu den "Verbetrieblichungstendenzen" leitete Thomas Haipeter (Universität Duisburg/Essen) mit seinem Vortrag "Kontrollierte Dezentralisierung? Abweichende Tarifvereinbarungen in der Metall- und Elektroindustrie 2004-2006" ein. Tarifabweichungen durch Tariföffnungen können im Unterschied zu Austritten aus dem Arbeitgeberverband oder informellen Abweichungen ("wilde Dezentralisierung") als eine Form der kontrollierten Dezentralisierung verstanden werden, da die Abweichungen durch Vereinbarung tariflicher Öffnungsklauseln zwischen den Bündnispartnern legitimiert werden. Haipeter fokussiert dabei auf die entscheidende Frage nach den Auswirkungen der kontrollierten De...

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