Aktienoptionsprogramme: Anpassungsreaktionen Und Nachverhandlungen Aus Vertragstheoretischer Sicht**

Zeitschrift für PersonalforschungBand 19 Nr. 1, Januar 2005

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Zusammenfassung


Stock options as a part of executive compensation have spread considerably in Germany in recent years. If the share price develops positively, the executive will gain additional income. If the future share price falls below the strike price, the executive will refrain from exercising the option because of the option being worthless. During a market downturn period on financial markets, executive stock option plans are under pressure to be adjusted. The first objective of this article is to describe alternative adjustment reactions. In this context the repricing of executive stock options under contract-theory will be considered. The second objective is to show the limits of contract-theory within this area. As an alternative theoretical frame, inducements-contributions-theory is considered, which has as yet been rarely applied to the issue of executive-stock-options.

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Auszug


Aktienoptionsprogramme: Anpassungsreaktionen Und Nachverhandlungen Aus Vertragstheoretischer Sicht**

1. Aktienoptionen als Instrument der Fühmngskräfteentlohnung

In Deutschland wurde die Einführung der ersten Aktienoptionsprogramme (AOP) bei der Deutschen Bank und beim Daimler-Benz-Konzern im Jahr 1996 bekannt. Das deutsche Aktienrecht sah eine indirekte Einbettung der Bexugsrechte in Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen des Unternehmens vor. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparent im Unteniehmensbereich (KonTraG) im Jahr 1998 änderten sich die von anderen Ländern abweichenden rechtlichen Regelungen grundlegend. Der neugefasste § 192 II Nr. 3 Aktiengesetz (AktG) erlaubt nun eine direkte Gewährung von Bexugsrechten an Mitarbeiter und hat zu einer verstärkten Verbreitung von Aktienoptionen in Deutschland beigctragen. Im Jahr 1999 wurden insgesamt fast so viele Programme wie in den 13 Jahren zuvor eingeführt (PIDES Management Consultants 2000, 13).

In den Jahren 2000, 2001 und 2002 hat eine kontinuierliche Abwärtsbewegung an alien Akdenmärkten dieser Welt stattgefunden. Die nach dem Höchststand der Börsennotierungen im Frühjahr 2000 einsetzende substantielle Talfahrt an den internationalen Börsen hat im Hinblick auf die Ausgestaltung von AOP bedeutende Schwachen bei den laufenclen Programmen offenbart. Die Baisse-Entwicklung an den Borsen hat daxu geführt, dass die Aktienkurse unter die vertraglich vereinbarten Ausübungspreise gesunken sincl. Aktienoptionen gerieten ,,aus clem Geld", so class die Optionsausübung bei vielen AOP in weite Ferne gerückt ist. Die intendierte monetäre Anreizfunktion ist daher für die Führungskräfte verloren gegangen (Hardes/Wickert 2002a, 26).

Um eine Wiederherstellung der langfristigen Anreize sicherzustellen, sind verschiedene Anpassungsreaktionen möglich. Diese betreffen allgemein die Änderung von Optionsbedingungen im Rahmen der gegebenen Gestaltungsparameter. Die bekannteste und in der Literatur am häufigsten diskutierte Anpassungsreaktion ist dabei das so genannte ,,Repricing". In Baisse-Phasen an den Kapitalmärkte erfahren AOP durch Repricing eine nachvertragliche Revision (Hardes/Wickert 2002b, 338).

Ziel des Beitrags ist es, die verschieclenen möglichen Anpassungsreaktionen vorzustellen und diese in einem vertragstheoretischcn Rahmen zu modellieren, um sie anschließend vertragstheoretisch auszulegen. Aus dieser Auslegung mit seinen restri...

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