Schulleiter-Lehrer-Erwartungen Und Die Folgen**
Zeitschrift für Personalforschung › Band 22 Nr. 4, Oktober 2008
Angeknüpft als:
Zeitschrift für Personalforschung › Band 22 Nr. 4, Oktober 2008
Angeknüpft als:Zusammenfassung
Headmaster-teacher Expectations and their Consequences
We questioned 240 headmasters about their expectations and aspirations towards their teacher colleagues. A cluster analysis revealed the existence of two different groups of head masters: Those primarily oriented to school administration and school regulation (group I) and those more focussed on pedagogical-educational issues (group II). Persons allocated to group I show larger discrepancies between their expectations/ aspirations and the perceived fulfilment of these. They feel that they invest more personal effort than their teacher colleagues and that their colleagues' expectations towards them are unjustified. They are also clearly less satisfied than headmasters in group II. The data are interpreted in the light of the principle of reciprocity in social exchange.[PUB ABSTRACT]Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
Auszug
Schulleiter-Lehrer-Erwartungen Und Die Folgen**
1. Die Problemlage
Die Schulleiter-Lehrer-Beziehung ist durch einige markante Merkmale gekennzeichnet: (1) Die zunehmende Veränderung der Anforderungsprofile beider Personengruppen. (2) Die Schulleiter besetzen formal gleichzeitig zwei Positionen, nämlich die Leitungsposition und die Position des Kollegen, so dass sie eine merkwürdige "Doppelposition" innehaben. Diese Konstellation dürfte unter Vorgesetzten in Organisationen ziemlich einmalig sein. (3) Die Schulleiter-Tätigkeit ist belastend, da sie im Vergleich zu den Mitarbeitern mit objektiv höherem Einsatz und Zeitaufwand verknüpft ist. Aus (1) bis (3) resultieren typische Erwartungen i. S. von verpflichtenden Anforderungen an die Mtarbeiter, die jedoch teils inkompatibel sind. An einer repräsentativen Stichprobe wird geprüft, welche Verpflichtungs-Erwartungen im Rahmen Psychologischer Kontrakte und unter den angedeuteten Bedingungen Schulleiter an ihre Lehrkräfte haben, wieweit sie die Reziprozität als gestört erleben, ob ihre Doppelposition auf die Erwartungsinhalte wirkt, und ob ihr eine gruppenspezifische dysfunktionale Wirkung auf die Wahrnehmung der Reziprozität zugeschrieben werden kann, und welche entsprechenden emotionalen und behavioralen Folgen nachweisbar sind.Die Probleme einer zunehmend "entgrenzten" Wirtschaft mit u. a. dynamischen Marktveränderungen, verkürzten Produkt-, Dienstleistungs- und Beschäftigungsverhältnissen (Mahnkopf 2003) und Einschränkungen im öffentlichen Dienst (Picot/ Reichwald/Wiegand 2003) schlagen auch auf die Schulen durch. Die neuen Anforderungsprofile an Arbeitnehmer, die neben Mobilität, Anpassung an Arbeitszeiten je nach Auftragslage auch eigenverantwortliches, proaktives und über formale Anforderungen hinausgehendes Engagement umfassen und den "ganzen Menschen" fordern (Kratzer 2003), gelten m. E. zunehmend - in...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
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