Employment at Will Versus Employment Against Will - Kündigungsschutz in Deutschland Und Usa Im Vergleich -**
Industrielle Beziehungen › Band 11 Nr. 3, Juli 2004
Angeknüpft als:
Industrielle Beziehungen › Band 11 Nr. 3, Juli 2004
Angeknüpft als:Zusammenfassung
A variety of critics have blamed Germany's individual and collective employment protection legislation for contributing to the country's persistently high jobless figures. They have urged that the laws should be changed to help put more people into work. Germany differs greatly from the United States where laws that protect workers' interests are sparse and fragile. During the past 20 years, however, changes to the common law doctrine of employment-at-will have reduced employers' powers to dismiss workers, and improved sacked workers' prospects of taking former employers to court. This analysis compares the system of employment protection covering employees in Germany and the USA. Moreover, on the basis of current data, the costs of employment protection legislation for the opposing parties - workers and employers - are analysed. We uncovered very little to support those claims that the gap between levels of employment protection in the two countries has become less marked.
Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
Auszug
Employment at Will Versus Employment Against Will - Kündigungsschutz in Deutschland Und Usa Im Vergleich -**
1. Einleitung
Ähnlich wie in Jen meisten kontinentaleuropäischen Ländern ist der deutsche Arbeitsmarkt von einem dichten Netz von nationalen sowie europäischen Gesetzen überzogen. Im Zentrum des Individualarbeitsrechts stehen dabei die kündigungsschutzrechtlichen Normen des BGB, des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) sowie zahlreicher anderer Gesetze für den speziellen Kündigungsschutz. Den Gegenpol zum deutschen bildet das US-amerikanische Arbeitsrecht, das nur eine geringe Zahl an gesetzlichen Normen zu Flntlassungen von Arbeitskräften kennt. Zwar gibt es in den USA wie in jeder Marktwirtschaft Kündigungsfristen, Verdienstsichcrung, Abfindungen und Bestandsschutz, doch im Wesentlichen als Klauseln privater Arbeitsverträge und nicht in Form staatlicher Vorschriften und Gesetze (Parsons 2003).Für die hohe und persistente deutsche Arbeitslosigkeit wird immer wieder der in den 60er und 70er Jahren ausgebaute Kündigungsschutz verantwortlich gemacht. Aus dem Blickwinkel der ökonomischen Theorie könnte man das staatliche Kündigungsschutzrecht mit ungerechten Marktergebnissen, mit dem Einfluss mächtiger Interessensgruppen oder aber mit dem Versagen des Arbeitsmarktes begründen. Der Arbeitsmarkt versagt weil die Unternehmen nicht bereit sind, die Nachfrage der Arbeitnehmer nach Arbeitsverträgen mit Klauseln zu Kündigungsfristen, Verdienstsicherung, Abfindungen bei Entlassungen oder Bestandsschutz zu befriedigen. Eine allgemein geteilte ökonomische Theorie des Kündigungsschutzes, die Gründe für einen staatlichen Kündigungsschutz liefert, existiert allerdings noch nicht (Wagner/Jahn 2004). Mehr als die Tatsache, dass es keine ökonomische Theorie des Kündigungsschutzes gibt, überrascht, dass das Kündigungsschutzrecht auch aus dem Blickwinkel der Rechtsthcorie keine eindeutige Punktion hat (Dorndorf et al. 2001: 73f.): So gibt es Juristen, die im Kündigungsschutz vor allem einen Schutz vor dem willkürlichen Entzug des Arbeitsplatzes sehen. Andere glauben, der Kündigungsschutz diene der Abwehr oder gar der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Dritte sind wiederum davon überzeugt, dass das Kündigungsschutzrecht den Zweck hat, den Arbeitnehmer vor Entlassungen zu schützen, die nur dem Ziel der Gewinnmaximierung dienen. Nach einer weiteren Ansicht schützt das Kündigungsschutzrecht den einzelnen Arbeitnehmer davor, dass seine Verbindung mit der Betriebsgemeinschaft einfach durchschnitten wird. Schließlich findet sich auch die Auffassung, dass das Kündigungsschutzrecht eine Basis liefert, auf der der einzelne Arbeitnehmer sein Interesse am Arbeitsplatz und am Arbeitsentgelt verteidigen kann. Für einen Spezialisten des Arbeitsrechts ist es sicherlich ein leichtes noch mindestens ein weiteres Dutzend von Auffassungen aus der juristischen Fachliteratur zu zitieren.Auch empirisch bleibt die Wirkung des Kündigungsschutzes umstritten. Trotzdem fordern Kritiker des Kündigungsschutzes mit Blick auf die vergleichsweise niedrige amerikanische Arbeitslosenquote eine Reduktion des kündigungsrechtlichen Schutzniveaus in Deutschland (Franz/Rüthers 1999). Das Kündigungsschutzrecht ist seit den 20er Jahren ein Feld permanenter Reformen (v. Hoyningcn-Hucne/Link 2002). in jüngster Zeit hat die anhaltende Kritik die deutsche Regierung erneut dazu bewogen, Vorschlä...Siehe den Gesamtinhalt dieses Dokumentes
Geförderte Links
ver las páginas en versión mobile | web
ver las páginas en versión mobile | web
© Copyright 2012, vLex. Alle Rechte vorbehalten.
vLex-Inhalte Deutschland
vLex durchsuchen
Für Berufstätige
Für Mitglieder