Leadership in Sozialen Organisationen*: Von Der Zentralen Aufgabe Des Contingency Mastering

Zeitschrift für Wirtschafts- und UnternehmensethikBand 7 Nr. 1, Januar 2006

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Zusammenfassung


In hypercontingent societies even social organizations get under the pressure of contingency. That makes it more difficult for them to deal with contingencies of their customs and clients. The idea of C.M. helps organizations to manage this challenge. To use the concept of C.M. in organizations demands two things: a) leadership and b) appropriate management tools. Bal. Score Card is such a tool, which in general is capable to integrate the special ability of religion to neutralise contingency.

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Auszug


Leadership in Sozialen Organisationen*: Von Der Zentralen Aufgabe Des Contingency Mastering

1. Einleitung

Die hier vorzulegenden Überlegungen zum Contingency Mastering als der zentralen Aufgabe von Leadership basieren auf folgenden Vorannahmen: (1) Heutige Gesellschaften stehen im Zeichen radikaler Zunahme von Kontingenz(en). (2) Sie sind Organisationengesellschaften. (3) Selbst unter den Gesichtspunkt der Kontingenz geraten, sollen Organisationen in heutiger Gesellschaft verlasslich, d.h. kontingenzentschärfend, Lebensdramatiken bearbeiten. - Was in diesem Kontext Leadership vor allem ist, kann Dirk Baecker folgend so formuliert werden: Es ist "in seinen besten Momenten nichts anderes als die Fähigkeit, Irritationen in Ordnungen und Verfahren nmzusetzen, die rur weitere Irritationen empfänglich und empfindlich bleiben" (Baecker 1994: 9). Zur Diskussion daruber, wie dies effizient geschehen kann, will dieser Artikel einen Beitrag leisten.1

2. Das Phänomen der hyperkontingenten Gesellschaft

"Jene, die die Kondngenz leugnen, müssten so lange gefoltert werden, bis sie zugeben, dass sie auch nicht hätten gefoltert werden können" (Avicenna, persischer Philosoph, 11 Jhd.).2

Kontingenz bezeichnet das, was grundsätzlich auch anders möglich ist. Erstmals eingesetzt wurde der Begriff vermudich im 4. Jhd. n. Chr. bei der Übersetzung aristotelischer Schriften in das Lateinische. In der Fassung des Marcus Victorinus heißt es z.B.: "Contingens est, quod nee est impossibile, nee necessarium". Kontingent ist, was weder unmöglich noch notwendig ist. Seither ist Kondngenz ein in den Geistes- und Sozialwissenschaften gebräuchlicher Begriff. Im Laufe der europäischen Geschichte erfasste er aber keinesfalls immer dasselbe. Er wurde vielmehr immer unterschiedlicher verwendet. Das gilt erst recht für die Moderne. 'Boomt' das Phänomen selbst, braucht es nicht zu verwundern, dass sich der Begriff "diskursubergreifend im (Wissenschafts-)Sprachgebrauch eingenistet (hat) und inzwischen sowohl als wissenschaftsmodische Chiffre fur Undurchschaubarkeiten aller Art (fungiert) als auch als eine Art 'Signalwort' eines veränderten, sich ausdrücklich nachmetaphysisch verstehenden Denkens" (Ricken 2005: 27). Kontingenz ist einerseits darum fur manchen nicht viel mehr als ein "Schlagwort der Gegenwartsphilosophie, unter dem sich die einen dies, andere jenes, die dritten gar nichts vorstellen" Wetz 1998...

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