• Diversionsrichtlinien im Jugendstrafrecht. Segen oder Fluch

Verlag:
Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften
Erscheinungsdatum:
2011-02-17
Autoren:

(Geboren 1971 in Bochum. Von 1991 bis 1997 studierte sieRechtswissenschaften an der JGU Mainz und legte 1999 das 2.Staatsexamen ab. Anschließend arbeitet sie vier Jahre alsRechtsanwältin. Seit 2004 ist sie Geschäftsführerin amFachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der JGU Mainz.)
ISBN:
9783838124568

Beschreibung:

Dass Jugenddelinquenz eine ubiquitäre und ganzüberwiegend nur passagere Erscheinungsform imSozialisationsprozess ist, hat in den letztenJahrzehnten eine Reduzierung formeller Verfahrengegen junge Straftäter bedingt. Empirische Studienhaben bestätigt, dass gerade eine frühzeitigeVerfahrenseinstellung die Rückfallquote verringert,so dass sich die Chance einer Legalbewährung beiinformeller Erledigung besser darstellt als nacheiner förmlichen Verurteilung. Damit werden Gefahreneiner Wirkungsdynamik reduziert, die letztlich neueRechtsbrüche begünstigen könnten. Die Wahlinformeller Alternativen ist zudem geeignet, denÜbergang zum Makel formeller Sanktionierung zuvermeiden bzw. zu verzögern und die stigmatisierendeWirkung förmlicher Strafverfahren zu reduzieren. Inder Diskussion um die Bewältigung der Alltags- undBagatellkriminalität wird immer wieder die Frage nachder Einheitlichkeit der Rechtsanwendung des § 45 JGGaufgeworfen. Zur Beantwortung dieser Frage werden dievon fast alle Bundesländern verabschiedetenDiversionsrichtlinien einer Untersuchung unterzogen.

MATERIA: Jugendstrafrecht
Diversion
Diversionsrichtlinien