Urteil Nr. VIII ZR 177/18 des VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs, 30-10-2019

Datum der Entscheidung:30. Oktober 2019
Emittent:VIII. Zivilsenat
 
KOSTENLOSER AUSZUG
ECLI:DE:BGH:2019:301019UVIIIZR177.18.0
BUNDESGERICHTSHOF
IM NAMEN DES VOLKES
URTEIL
VIII ZR 177/18 Verkündet am:
30. Oktober 2019
Ermel,
Justizangestellte
als Urkundsbeamtin
der Geschäftsstelle
in dem Rechtsstreit
Nachschlagewerk: ja
BGHZ: nein
BGHR: ja
BGB § 249 Hb, § 280 Abs. 1, 3, § 281 Abs. 1, § 535
a) Bei vorzeitiger Beendigung eines Mietkauf- oder Leasingvertrags ist der Kündi-
gungsschaden des Mietverkäufers/Leasinggebers konkret zu berechnen, wenn
sich eine von ihm verwendete Formularbestimmung über die Abzinsung der Miet-
kauf- beziehungsweise Leasingraten als unwirksam erweist (Bestätigung von
BGH, Urteil vom 26. Juni 2002 - VIII ZR 147/01, BGHZ 151, 188, 195 mwN).
b) Bei der Darlegung des konkret entstandenen Schadens obliegt es dem Mietver-
käufer/Leasinggeber, seine Refinanzierungskosten anzugeben, deren Ersparnis
im Rahmen des ihm zustehenden Schadensersatzes anspruchsmindernd zu be-
rücksichtigen ist (Bestätigung von BGH, Urteile vom 28. Oktober 1981 - VIII ZR
302/80, BGHZ 82, 121, 132; vom 16. Mai 1990 - VIII ZR 108/89, BGHZ 111, 237,
243 f.).
c) Nimmt der Mietverkäufer/Leasinggeber - etwa aufgrund der großen Anzahl der
abgeschlossenen Verträge - keine Einzelrefinanzierung vor, genügt zur Darlegung
seines (konkreten) Refinanzierungsaufwands eine kalkulatorische Ermittlung.
BGH, Urteil vom 30. Oktober 2019 - VIII ZR 177/18 - OLG Stuttgart
LG Stuttgart

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